Fick Dich, Bundeswehr!

NaziNein

Heute schon gekotzt?

Bei der Bundeswehr wird anlässlich des Volkstrauertags das „Treuelied der Waffen SS“ gesungen. Gehts noch? Da kann es einem echt nur schlecht werden. Von wegen Tradition und so …

Hier ein Kontraste Bericht und ein Artikel zum Thema.

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5 Gedanken zu „Fick Dich, Bundeswehr!

  1. Hab mir den Bericht angesehen:

    Was habe ich gesehen?:

    Ein Kriegs-Veteran (unabhängig von der Bundeswehr) hat im Andenken an seine Kameraden mit der Muntermonika eine/diese Melodie des Anstoßes gespielt.

    Daran sehe ich nichts verwerfliches.

    Wäre schlimm wenn man den Menschen die Art des Gedenkens vorschreiben würde.

    Von mir aus kannst du dort ja hingehen und die „Internationale“ spielen…wenn das Dein Ding ist.

    Ergänzung zur allgemeinen Bildung:

    In der Waffen-SS (Kampfsparte der SS) kämpften auch Muslime verschiedener Nationalitäten ja sogar Inder (Stichwort: Subhas Chandra Bose) und Europäer aller Nationalitäten (bspw. ca. 50 000 Franzosen) freiwillig.

    Ja sogar unser berühmter Günther Grass was in der SS ….rofl

    Das einzige was man im Einzelfall SS-Angehörigen anders als regulären Wehrmachtsangehörigen vorwerfen kann, das sie in KZ´s als Wachpersonal abkommandiert werden und dann damit auch Bescheid wissen konnten.

    Von pauschalen Verurteilungen und und Stereotypen halte ich nichts (bspw. wegen vermeintlich überproportional hoher Rate an Kriegsverbrechen).

    In diesem Sinne :-)

    Muffelpuff

    • Na Muffelpuff,

      es geht nicht darum, dass irgendein alter Mann ein Liedchen spielt.
      Es geht um das Gesamtbild.
      Warum werden Kränze für die SS und SA niedergelegt? Was soll das?
      Was hat die heutige Bundeswehr mit der Wehrmacht zu tun? Nichts.
      Warum werden diese Einheiten heute noch geehrt? Es geht mir dabei nicht um den einzelnen Soldaten. Die wenigsten werden überzeugt davon gewesen sein das der Krieg ne tolle Nummer ist.
      Es geht darum wie die BW sich in der Öffentlichkeit präsentiert. Sie gibt das Bild der Wehrmachts-Nachfolgeorganisation, die sich nicht von der Vergangenheit lösen kann und immer noch in alten Werten schwelgt. Hast Du den Artikel gelesen?
      Die Kasernennamen? Ein Forschungspreis für Militärhistorie, der nach einem SS Mann benannt ist? Was soll das? Warum ist das so n Akt ne Kaserne umzubenennen? Ganz einfach. Weil sie es nicht wollen. Sie nennen das Traditionspflege …

      Das ist es, was mich schreiben lässt „Fick dich, Bundeswehr“. Fertig.
      Und nein, es wird nicht besser wenn ich da hinfahre und die Internationale singe.
      Obwohl das eher mein Ding wäre. Besser auf jeden Fall als der Nazi-Kult in der BW.

      In diesem Sinne.

      • Erstmal danke für die Rückmeldung. :-)

        Ich kann Deinen Gedanken gut nachvollziehen….er ist mir nicht fremd.

        Dennoch haben wir eine unterschiedliche Position.
        Ich denke auch, das es beliebig schwierig ist unseren Austausch mit dem Ziel zu verfolgen „den anderen zu überzeugen“. Das ist auch nicht meine Absicht…
        Am Ende einer sachlichen Unterhaltung folgt oft irgendwann eine unterschiedliche (wertungsneutrale) gefühlsmäßige Position die es Beiden unmöglich macht zum selben Schluss eines Gedankengebäudes zu kommen.

        Ich würde gerne den Versuch unternehmen rauszufinden wo und wie das bei uns Beiden ist.
        Würde mich über eine angeregte und bemühte Diskussion freuen. :-)

        —————————————–
        Also ran ans Werk:

        „Na Muffelpuff,
        es geht nicht darum, dass irgendein alter Mann ein Liedchen spielt.
        Es geht um das Gesamtbild.
        Warum werden Kränze für die SS und SA niedergelegt?“

        Nicht für die „SS“, sondern für einen speziellen „Waffen-SS“-Verband.
        Nicht für die „SA“, sondern für einen Wehrmachtsverband der angeblich „viele“ Mitglieder der zivilen Parteiorganisation „SA“ enthielt.

        Warum für einen/diesen Waffen-SS Verband?:
        Ein Grund könnte sein, das es sich um einen Kampfverband handelte, der besonders tapfer dem Feind widersetzt hat.
        Die Eigenschaft das es sich um einen Waffen-SS -Verband handelt ist nicht automatisch eine Aussage über das dahinterstehende Weltbild (erwähnt sei der große Zulauf an fremdländischen Freiwilligen( Muslime bspw.), welche sicherlich keine „Nazis“ waren).

        Warum einen Verband der SA-Mitglieder hatte?:
        Die SA (Sturmabteilung) welche sich vor allem aus Bürgern der Arbeiterklasse rekrutierte ist eine ziemliche linke zivile partei-zugehörige „Schlägertruppe“ welche als Reaktion auf kommunistische saalstürmende „Schlägertrupps“ gebildet worden ist.
        Straßen und Saalkämpfe waren in den 20ziger an der tagesordnung zwischen den extremen Parteien.

        Da sie SA nichts besonderes sondern sehr groß war ist es zu vermuten, das alle regulären WehrmachtsVerbände Mitglieder aus der SA unter sich hatten.

        In wie weit es ein automatisches Ausschlusskriterium ist, sei dahingestellt.
        ————————————

        „…
        Was hat die heutige Bundeswehr mit der Wehrmacht zu tun? Nichts.“

        Die Bundeswehr egal ob Führungsebene oder Mannschaftsebene wurde vor allem von ehemaligen Wehrmachtsangehörigen gestellt und aufgebaut!
        Insofern hat sie eine Menge mit der Wehrmacht zu tun und das auch Jahrzehnte nach der eigentlichen Gründung.

        Bleibt die Frage, in welcher Beziehung sie im Geiste etwas mit der Wehrmacht zu tun hat außer ihrem Ursprung aus Wehrmachtsangehörigen.

        Die Wehrmacht ist eigentliche eine umbenannte „Reichswehr“. Diese wurde wiederum maßgeblich aus den Werten und Konzepten der alten Reichswehr (1. WK) und ihren Preußischen Traditionen gebildet.
        Zwischen Reichswehr der 20.ziger und der Wehrmacht gibt es keinen Bruch.
        Die Vorarbeiten und Konzepte für den Aufbau letzterer waren bereits in den 20ziger Jahren in der Reichswehr durchgeführt worden.
        Ein wesentlicher als positiv anzusehender Unterschied ist, das die Nazis den Aufstieg in den Offiziersrang jedem und nicht nur dem Adel zugänglich machten.
        Eine Sache die heute übernommen worden ist (wobei ich beim Thema Abitur nochmal schlau machen muss-da könnte es heute sogar schlechter aussehen, als damals).

        Die Auftragstaktik ist ebenfalls ein Konzept welches heute gilt.
        Kampftaktiken und Kampf im Verbund aller Waffen ebenfalls.
        Auf Befehl zu kämpfen auch………tapfer sein auch…disziplin auch…usw. usw.

        Worin besteht ein wesentlicher Unterschied magst du fragen?

        Spontan die Klassiker mit den Stichwörtern Verteidigungsarmee und Gewissensentscheidung:

        Aber Vorsicht:

        1)
        Wenn du die Nachrichten verfolgst siehst du das es mit dem Begriff Verteidigungsarmee nicht weit her ist.
        Das berühmte erste mal war im Serbienkrieg…(auch wenn der Bundesgerichtshof politisch korrekt entschieden hat, das es sich um keinen Angriffskrieg handele ;-))
        Und heute verteidigt Deutschland seine Interessen ebenfalls im Ausland. Die deutschen sind aufgrund von geostrategischen Erwägungen bzw. auf Geheis der Amis in Afganistan um sich bspw. einen Stützpunkt, pipelines (Öl/gas) und wichtige Rohstoffe wie die sog. „seltenen Erden“ (siehe Halbleiter/computertechnik) zu sichern.
        Größere Kriege blieben uns in Europa zum einen wegen der Supermächte und ihrer Atomare Abschreckung erspart.
        Kriege wurden trotzde. meist im Ausland in Form von Stellvertreterkriegen geführt.

        Hinzu kommt das die Globalisierung dazu geführt hat das jedem Land/Unternehmen etwas von dem anderen gehört.

        Es lohnt schlicht und einfach nicht mehr sich in größere Kriege zu stürzen …man macht nur seinen eigenen Kram kaputt. ;-)

        Spannend wird es wenn es in der Welt Anspruchs-/Versorgungsprobleme mit dem Öl/gas gibt oder mit klimatisch bedingten Veränderungen bei der Wasser und damit auch Nahrungsversorgung. Bin mal gespannt was dann passiert…….

        2)
        Die Bundeswehr ist sehr stolz darauf einen Moralparagraphen eingebaut zu haben, der es dem Soldaten explizit erlaubt sich einem Befehl dann zu widersetzen wenn er unmoralisch ist.
        Wie es im Ernstfall mit der Anwendung aussieht werden wir sehen. Und vielleicht kommt das früher als uns lieb ist.
        Warum sonst wurden kürzlich Gesetzesänderungen durchgedrückt die den Einsatz der Bundeswehr im Inneren erlauben???
        Ich vermute es könnte entweder mit Mittelfristig entstehenden sozialen Unruhen zu tun haben wenn sich die Auswirkungen der letzten Finanz-/Wirtschaftskrisen final im Geldwert durch eine Hyperinflation manifestieren oder langfristig mit klima-bedingten Unruhen…
        —————————

        „Warum werden diese Einheiten heute noch geehrt?“

        Ich vermute das die Bundeswehr die Disziplin, Tapferkeit und Kampfkraft ehren will, welche die Wehrmachtsverbände an den Tag legten während sie für ihr Land einem übermächtigen Feind gegenüber standen und für den Sieg kämpften.

        Das sind Eigenschaften, die Du Dir als Bürger von Deiner Armee nur wünschen kannst…..ganz unabhängig von anderen Erwägungen…

        ———————
        „Es geht darum wie die BW sich in der Öffentlichkeit präsentiert. Sie gibt das Bild der Wehrmachts-Nachfolgeorganisation, die sich nicht von der Vergangenheit lösen kann und immer noch in alten Werten schwelgt. “

        siehe oben

        ————-

        „Hast Du den Artikel gelesen?“

        Ja
        ———–

        „Die Kasernennamen?“

        Du erringst Verdienste als Soldat für Deine Leistungen als Soldat (bspw. Erfolge, Menschenführung)
        Sollte der Mann sich Verfehlungen geleistet haben (Verletzung des Kriegsvölkerechts) sollte ihm keine solche Ehre gemacht werden!
        Bei Partisanenbekämpfung und Vergeltungsaktionen für Partisanenangriffe sieht das schon schwieriger aus. Beides ist vom Völkerrecht gedeckt und das nicht ohne Grund. (Für Manchen eine grenzwertige Einstellung jedoch sollte man sich erst mal mit der Problematik befassen)

        ————————–

        „Ein Forschungspreis für Militärhistorie, der nach einem SS Mann benannt ist?“

        War Günther Grass nicht auch in der SS ?
        Wurden ihm Preise aberkannt?

        ——————

        „Was soll das? Warum ist das so n Akt ne Kaserne umzubenennen?“

        Den konzeptionellen Ansatz die Kasernenumbennunng von „unten nach oben“ durchzuführen fand ich eigentlich ganz gut.

        Das verhindert nämlich das eine kleine Gruppe (das obere politische Establishment) über so etwas alleine entscheiden kann.

        ——————

        „Ganz einfach. Weil sie es nicht wollen. Sie nennen das Traditionspflege …“

        Und?…..dürfen „sie“ das nicht „nicht-wollen“?…
        Angesichts eines „politisch korrekten Zeitgeist“ in einigen oberen politischen und medialen Etagen, welcher doch recht undifferenziert, selbstgerecht und stereotyp mit der Moralkeule um sich schlägt kann es zur Abwechslung auch mal ganz angenehm sein zu wissen das ein paar Stellen sich wehren und nicht jeden zentralgesteuerten Trend mitläufermäßig folgen.

        Je mehr leute am Entscheidungsprozess beteiligt sind ….desto besser !!!

        Wenn es nach mir ginge sollte ein Volksentscheid über Straßen und Kasernennamen entscheiden (nach vorheriger differenzierter Aufklärung).

        Aber mit Demokratie ist es in Deutschland nicht weit her….wenn man sich mit den Verhältnissen in der Schweiz vergleicht…….aber das ist ein anderes Thema.

        ——————–

        Grüße Muffelpuff

  2. Hi Muffelpuff,

    eingangs deines letzten Kommentars hattest du geschrieben, dass du dich über eine angeregte und bemühte Diskussion freuen würdest.
    Ehrlich gesagt glaube ich kaum, dass wir beide, im Sinne einer Diskussion auf einen Nenner kommen können.
    Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Nazilieder der Vergangenheit angehören und Kränze nur für alle Toten eines Krieges abgelegt werden sollten. Nicht nur für die besonders tapfer gestorbenen.
    Natürlich könnten wir uns, wie du in deinem letzten Kommentar, immer weiter in Details vertiefen, aber zu welchem Ergebnis soll das führen?

    Für mich endet die Diskussion daher mit diesem abschließendem Kommentar. Du kannst natürlich auch gerne noch darauf antworten.

    In diesem Sinne …

    • „Hi Muffelpuff,

      eingangs deines letzten Kommentars hattest du geschrieben, dass du dich über eine angeregte und bemühte Diskussion freuen würdest.
      Ehrlich gesagt glaube ich kaum, dass wir beide, im Sinne einer Diskussion auf einen Nenner kommen können.“

      Hi :-),

      das hatte ich bereits ebenfalls angedeuted/“geahnt“.
      Schlussendlich weiß man das ja immer nur wenn es probiert hat.
      ——————————–

      „Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Nazilieder der Vergangenheit angehören und Kränze nur für alle Toten eines Krieges abgelegt werden sollten. Nicht nur für die besonders tapfer gestorbenen.“

      Dazu zwei Dinge:
      1)
      In Deinem Ausgangskommentar war es noch das „Liedgut“;
      Im Zweiten war es nicht mehr das „Liedgut“, sondern das „Gesamtbild“ mit vielen Unterpunkten/-fragen, welchen ich mich versucht habe zu widmen.
      Und jetzt ist es wieder das „Liedgut“ und zusätzlich „Kränze für alle“. ;-)
      Auch wenn Du das nicht so sehen magst, aber die inhaltlichen Aussagen und Ihre Folgen für das Gelebte sind durchaus sehr unterschiedlich.
      Vielleicht hat die Unterhaltung bereits beigetragen die Sachverhalte differenzierter zu betrachten.
      2)
      Nur als Denkanstoss:
      Ich weiss nicht wer dort Kränze gelegt hat.
      Für gewöhnlich legen (staatliche) Organisationen ganz allgemein Kränze für die „Gefallenen des Krieges“ bspw. an „Gräbern des unbekannten Soldaten“ (Denkmal-typ).
      Dort ist Dein Anspruch Allen zu gedenken bereits enthalten.
      Wenn zusätzlich (egal von wem auch immer) Kränze für einzelne Verbände gelegt wurden, dann solltest Du das vielleicht ähnlich einordnen können, wie wenn Du an der Beerdigung Deiner Großmutter einen Kranz für sie legst und nicht für die Großmütter der ganzen Welt.

      ———————————–

      „Natürlich könnten wir uns, wie du in deinem letzten Kommentar, immer weiter in Details vertiefen, aber zu welchem Ergebnis soll das führen?“

      – Das Ergebnis ist offen (zumindest vom Anspruch her). ;-)
      – Die Unterhaltung wird geführt, weil der Ausstausch Beide interessiert
      – und die Chance bieten kann beiden Gesprächspartner neue Perspektiven zu eröffnen.

      Aber Du hast recht………..
      wenn einen Gesprächspartner die Thematik nicht interessiert und/oder er bereits weiss das keine weiteren Anregungen für sein Ergebnis benötigt werden ;-), dann macht eine Unterhaltung wenig Sinn.

      Das meine ich nicht als Vorwurf…es bedarf schlicht und einfach Zeit und Muse, um sich etwas zu widmen.
      Wenn man merkt das es nichts für einen ist stürzt man sich wieder auf die Dinge die einen Spass machen.
      ———————————-

      „Für mich endet die Diskussion daher mit diesem abschließendem Kommentar. Du kannst natürlich auch gerne noch darauf antworten.“

      Ich bedanke mich für das Bemühen und den sachlichen Ton! :-)

      Grüße Muffelpuff

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